Förderung der Gesundheit von Müttern und Kindern

Förderung der Gesundheit von Müttern und Kindern

  • Aktuell
  • COFESFA
  • Mali
  • 236.494 €

Die allgemeine Gesundheitssituation in Mali gibt Anlass zur Sorge, und die Gesundheitsindikatoren für Mütter und Neugeborene gehören zu den niedrigsten der Welt. Die Versorgung mit Gesundheitsinfrastrukturen ist im Land besonders niedrig, und dort, wo es sie gibt, sind ihre Kapazitäten (Material, Personal usw.) nach wie vor weitgehend begrenzt.

Aufgrund der abgelegenen Lage der Gesundheitszentren können viele Frauen nicht zu den pränatalen Beratungen und Entbindungen in das Zentrum gehen.

Tatsächlich sind die Frauen in Mali am stärksten von der Krise betroffen und machen 52% der Bedürftigen aus. Bei einem Durchschnitt von 5,9 Kindern pro Frau ist die Förderung der Gesundheit von Mutter und Kind von entscheidender Bedeutung. Seit 2011 arbeitet die Fondation Follereau Luxembourg daher mit der malischen NGO COFESFA zusammen, um das Gesundheitswesen zu stärken und die Gesundheit von Müttern und Kindern im Kati-Kreis zu verbessern. Dieses Programm ist in  5 Gemeinden der Region Koulikoro und der Gemeinde VI des Distrikts Bamako, die in ländlichen und stadtnahen Gebieten liegen und durch den Mangel an Gesundheits- und Sozialdiensten gekennzeichnet sind, aktiv. Das Programm, das auf die Verbesserung des öffentlichen Gesundheitswesens, insbesondere der Gesundheit von Frauen und Kindern abzielt, besteht aus drei Projekten, nämlich :

  • Sensibilisierung  der Bevölkerung in Bezug auf das Besuchen von Gesundheitszentren, gute Hygienepraktiken und Familienplanung. Die Anlaufstellen wurden außerdem mit Verhütungsmitteln, Ausrüstung und Screening-Kits für HIV/AIDS und Gebärmutterhalskrebs ausgestattet.
  • Stärkere Unterstützung für die Entwicklung einkommensschaffender Aktivitäten für Landfrauenvereinigungen (104 in 2020) durch die Bereitstellung von Betriebskapital.
  • Aufbau von Gesundheitsinfrastrukturen und Versorgung mit Wasserstellen, Medikamenten und medizinischen Geräten: So entstand im Juni 2020 das Entbindungskrankenhaus von Sanamba, das ausgestattet und mit Medikamenten versorgt wird und von einer manuellen Wasserpumpe profitiert.

In der Gemeinde Diouman, wo 2019 eine Entbindungsklinik eröffnet wurde, wurden bisher nur 40% des Trinkwasserbedarfs gedeckt, was zu zahlreichen Krankheitsfällen führte. Daher wurde für die Entbindungsstation sowie in zwei weiteren Dörfern in der Region ein Wassersystem aufgebaut. Damit wurde der Zugang zu Trinkwasser für fast 7.000 Malier erleichtert.