Gemeinschaftliches Gesundheitsprogramm   (Burkina Faso)

Gemeinschaftliches Gesundheitsprogramm (Burkina Faso)

  • Aktuell
  • AAB-FFL
  • Burkina Faso
  • 281.182 €

Die Gewährleistung des Zugangs zu medizinischer Grundversorgung für gefährdete Menschen, insbesondere für diejenigen, die in abgelegenen Gebieten leben, ist eine Priorität für die Stiftung. Deshalb engagiert sie sich seit vielen Jahren in Burkina Faso mit ihrem lokalen Partner, der AAB-FFL.

In den letzten Monaten hat sich die Sicherheits- und humanitäre Lage in ganz Burkina Faso erheblich verschlechtert. Dies hat zu einer erheblichen Zunahme der Binnenvertreibung geführt und den ohnehin schon sehr eingeschränkten Zugang zu sozialen Grunddiensten vor dem Hintergrund extremer Armut noch verschlimmert. 

Im Dezember 2019 wurde die Zahl der Burkinabè, denen der Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung direkt verwehrt ist, auf mehr als 1,2 Millionen geschätzt. Im Einklang mit der nationalen Politik zielt das gemeinschaftliche Gesundheitsprogramm darauf ab, den Zugang der Bevölkerung zur Gesundheitsversorgung durch den Aufbau von Gesundheitsstrukturen in besonders isolierten ländlichen Gebieten zu verbessern. Im Rahmen eines nachhaltigen und wirksamen Entwicklungskonzepts umfasst es auch ein Projekt zur Sensibilisierung und zum Aufbau der Eigenständigkeit der Bevölkerung vor Ort, insbesondere bei der Verwaltung der Zentren, damit diese allmählich vollständig autark werden können. 

Seit 2014 wurden 10 Zentren für Gesundheits- und Sozialförderung (Health and Social Promotion Centres – CSPS) an Orten eingerichtet, an denen die Menschen früher oft fast 15 km zurücklegen mussten, um das nächste Gesundheitszentrum zu erreichen. Seit ihrer Eröffnung haben die Zentren zahlreiche Beratungs- und Sensibilisierungsaktivitäten für die umliegende Bevölkerung durchgeführt.

Ein Zentrum wurde 2020 in Betrieb genommen: das Bétaré-Zentrum, das am 3. August offiziell in Betrieb genommen wurde, nachdem es mit Gesundheitsarbeitern und einem SMC ausgestattet und besetzt wurde. Gleichzeitig wurde der Betrieb des Naparo-Zentrums, das 2019 eingeweiht wurde, verstärkt.

Insgesamt wurden im Laufe des Jahres 66.123 medizinische Beratungen in allen unterstützten CSPS verzeichnet.