Globales Lernen

Heute leben wir in einer Welt mit fast unbegrenzten Kommunikationsmöglichkeiten, wachsenden Konsumangeboten und weltweiten Reisemöglichkeiten. Medial vermittelte Umweltveränderungen, Spannungsfelder und Konflikte, wie Klimawandel, Umweltzerstörung oder Menschenrechtsverletzungen sind nur einige negative Folgen.

Espace Socio-Educatif du CIPSA-EH à Allada

Daneben gibt es auch noch die Veränderungen in unser Gesellschaft selbst: Sie ist zunehmend weltoffen, interkulturell geprägt und muss sich immer wieder den Herausforderungen und Chancen sozialer Diversität und pädagogischer Inklusion stellen. Die Ausweitung der Aktionshorizonte und fortlaufend beschleunigte Entwicklungen erfordern Veränderungen in der Wahrnehmung, in den Lernkonzepten sowie in der gesellschaftlichen Mitwirkung.

Bei der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) – auch Globales Lernen genannt – geht also primär um die Förderung der kritischen Auseinandersetzung der Bürger und Bürgerinnen mit entwicklungspolitischen Themen sowie die Ermutigung zu eigenem Engagement. Demnach werden weltweite Zusammenhänge erforscht sowie globale Verknüpfungen und Fragen der sozialen Gerechtigkeit in Beziehung zu Erfahrungen aus dem eigenen Alltag bzw. der Mitverantwortlichkeit gebracht.

In der sogenannten „Agenda 2030“ haben die Vereinten Nationen im Herbst 2015 siebzehn „nachhaltige Entwicklungsziele“ (englisch: sustainable development goals – SDGs) beschlossen. Diese beschreiben, was gemeinsam bis 2030 erreicht werden soll: U. a. die Ausrottung von Armut und Hunger sowie die Verwirklichung einer Lebensweise überall auf der Welt im Einklang mit den ökologischen Grenzen unseres Planeten. Durch die Umsetzung der Ziele soll eine nachhaltige Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene gewährleistet werden, die sicherstellen soll, dass unser Planet auch noch für zukünftige Generationen lebenswert ist. 

Prise en charge des enfants des rues de Bouaké

 Die SDGs sollten in allen Ländern der Erde ein wichtiger Bezugspunkt für politisches Handeln und bürgerlicher Beteiligung werden. Die Ziele enthalten eine ganze Bandbreite von Aufgaben, zu denen sich die unterzeichneten Staaten verpflichtet haben, vom Schutz der natürlichen Ressourcen über Armutsbekämpfung und besserer Gesundheitsversorgung bis zu Initiativen für mehr Gleichberechtigung und ein friedliches Miteinander. Bedingung für aktive Bürgerbeteiligung und  politisches Handeln ist, die SDGs zu kennen und sich mit ihnen (kritisch) zu beschäftigen. 

Die pädagogischen Angebote der Fondation Follereau Luxemburg spiegeln sich heute innerhalb dieser Ziele wider. In diesem Zusammenhang bietet die Fondation Follereau Luxemburg Workshops für junge sowie erwachsene Menschen in Schulen oder außerschulischen Strukturen an, die aktive und partizipative Lernmethoden (u. a. Rollen- oder Simulationsspiele, Diskussionsrunden und Gruppenarbeiten, Zukunftswerkstatt, Fragespiele, Medienvielfalt, Perspektivenwechsel, Recherchearbeit oder Projektunterricht) beinhalten. 

Die Stiftung arbeitet zudem auch verstärkt im Konsortium mit anderen Nichtregierungsorganisationen zusammen oder organisiert Sensibilisierungskampagnen, Filmvorstellungen, Ausstellungen oder andere Events zu bestimmten Themen. Diese Seite bietet Ihnen mit Hilfe des folgenden Flyers einen kurzen Überblick über die pädagogischen Angebote der Stiftung an. Die Teilnahme ist kostenlos und die Workshops können in Luxemburgs gängigen Sprachen angeboten werden.

Ein Beispiel für einen Workshop?

Als Freiwillige einer NGO-D wird von den Teilnehmern erwartet, dass sie die Lebensbedingungen der Bevölkerung im Distrikt Kalifabougou (Mali) verbessern. Auf diese Weise lernen sie nicht nur, wie man Unterschiede in der Entwicklung überwindet, sondern auch, wie man mit den täglichen Schwierigkeiten einer NGO-D fertig wird. Mit der Methode “Planen und Entscheiden” verdeutlicht diese Simulation und ihre Auswertung die Schwierigkeiten der internationalen Entwicklungszusammenarbeit.

Dauer: 100 – 150 Minuten.
Zielgruppe: 10 bis 30 Personen, ab 16 Jahren.
Sprachen: LU und DE

Möchten Sie mehr wissen?

Für weitere Informationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung oder wenn Sie daran interessiert sind, einen Workshop zu organisieren, wenden Sie sich bitte an

David Thommes
Chargé de sensibilisation et d’éducation au développement durable
Tel. : (+352) 46606-34