Gemeinschaftliches Gesundheitsprogramm   (Togo)

Gemeinschaftliches Gesundheitsprogramm (Togo)

  • Aktuell
  • AAT-FFL
  • Togo
  • 567.772 €

Nach den Gesundheitsstandards der WHO muss jede Ortschaft, die mehr als 5 km von einer Gesundheitseinrichtung entfernt ist und 5.000 Einwohner hat, über eine Gesundheitseinrichtung verfügen. In Togo gibt es jedoch aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage des Landes in mehreren Orten, die diese Kriterien erfüllen, noch immer keine generelle Versorgung.

Die Müttersterblichkeit ist in Togo nach wie vor sehr hoch. Täglich sterben im Durchschnitt drei Frauen aufgrund von Komplikationen im Zusammenhang mit Schwangerschaft, Geburt oder nach der Entbindung. 

Sich der zahlreichen Bedürfnisse im togolesischen Gesundheitssektor bewusst, unterstützt die Stiftung seit 2014 dank der Association des amis togolais de la FFL ( (AAT-FFL) ein Basisgesundheitsprogramm in den Regionen am Meer und in den Hochebenen, insbesondere in den Präfekturen Agou, Kpélè und Zio, wo die von der AAT-FFL durchgeführten Ermittlungen große Lücken im Gesundheitssystem aufgedeckt haben. Das Programm konzentriert sich auf die Förderung der Gesundheit von Familien und Gemeinden, insbesondere der Gesundheit von Müttern und Kindern, vor allem durch den Bau von Gesundheitszentren. Die Pilotphase dieses Projekts bestand aus dem Bau eines Zentrums sowie eines Bohrlochs im Dorf Doglobo, das seit April 2016 in Betrieb ist. Um die Gesundheitsversorgung näher an die Bevölkerung heranzuführen, die nur selten über Transportmittel zum Erreichen der entlegensten Zentren verfügt, schloss das Programm im Oktober 2019 den Bau einer neuen Gesundheitseinheit in Madjamakou ab, die mit einer solarbetriebenen Wasserpumpe ausgestattet ist. 

Im Jahr 2020 hat die AAT-FFL trotz der zu Beginn des Jahres festgestellten Verzögerung bei bestimmten Aktivitäten die Sanierung einer alten peripheren Pflegestation (PCU) in KpéléTutu fortgesetzt, die mit Unterstützung der Stiftung in den 1970er Jahren gebaut wurde, sowie eine zusätzliche PCU in Tonakondji im 2. Quartal 2020, wo der Bedarf von der dort lebenden Bevölkerung und lokalen Akteuren geäußert wurde. Schließlich wurde der USP von AtchakoeCarrefour Ende des 1. Halbjahres 2020 in Betrieb genommen.

Eine parallele Komponente zum Bau der Gesundheitsinfrastruktur zielt darauf ab, die Gesundheitserziehung über gute Hygienepraktiken in den Schulen der Zieldörfer zu fördern und Hygienegeräte zu installieren: 40 Handwaschgeräte, 7 Schuppen zur Unterbringung der Stände von Lebensmittelverkäufern, 7 Latrinen und 7 manuelle Wasserpumpen wurden im Jahr 2020 gebaut. 

In diesem Rahmen wurden 140 Akteure als Gemeinschaftsrelais zu diesem Thema ausgebildet. Ziel dieser Aufklärungsveranstaltungen ist es, die Menschen über gute Hygienepraktiken aufzuklären und somit wasserbedingte Krankheiten und ganz allgemein die Verbreitung von viralen oder bakteriellen Infektionen zu verhindern.