Förderung der Gesundheit der Bevölkerung in der Lobaye

Förderung der Gesundheit der Bevölkerung in der Lobaye

  • Aktuell
  • FAIRMED
  • Zentralafrikanische Republik
  • 150.000 €

Die drei am stärksten von der humanitären Krise betroffenen Länder sind Jemen, Syrien und die ZAR. Die immer wiederkehrenden Krisen, unter denen das Land seit Jahrzehnten leidet, haben alle Pfeiler des Gesundheitssystems in Mitleidenschaft gezogen und zu dessen Zusammenbruch geführt. Die Müttersterblichkeitsrate ist nach wie vor eine der höchsten weltweit. Nur 40% der Geburten werden von qualifiziertem Gesundheitspersonal betreut.

Die Situation der halbnomadischen “Aka”-Pygmäen ist besonders problematisch. Diese indigene Bevölkerung hat aufgrund der Konflikte im Land, aber vor allem aufgrund ihres sozioökonomischen Status Schwierigkeiten beim Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen. Ihre Situation ist nach wie vor prekär, vor allem was die Gesundheit betrifft. Der Bedarf in diesem Bereich ist somit nach wie vor groß.

Die Fondation Follereau Luxembourg unterstützt das primäre Gesundheitsprojekt der NGO FAIRMED. Dieses Projekt zielt darauf ab, den Aka, den prekären Bantu und Menschen mit Behinderungen im Gesundheitsdistrikt M’baïki in der Präfektur Lobaye Zugang zu qualitativ hochwertigen medizinischen Dienstleistungen zu verschaffen. Auch die übrige Bevölkerung in der Region profitiert von dem Projekt und profitiert somit von einem gestärkten Gesundheitssystem. Ziel dieses Projekts ist es, die Kapazitäten der Gemeinden zu stärken und den Zugang zur Gesundheitsversorgung zu erleichtern. Eine Komponente ist auch der systematischen Impfung der armen Bevölkerung der Region gewidmet (im Rahmen von Konsultationen, aber auch dank fortschrittlicher Strategien). Schlussendlich unterstützt sie die Erkennung vernachlässigter Tropenkrankheiten wie Lepra, Buruli Ulcer und Frambösie (Yaws).

Besondere Aufmerksamkeit wird auch schwangeren Frauen gewidmet, und zwar durch ein System von Gesundheitskarten, das es ihnen ermöglicht, während der gesamten Schwangerschaft überwacht zu werden und in einem Gesundheitszentrum, umgeben von qualifiziertem Personal, zu gebären.

Des Weiteren werden Kits an Aka-Frauen, die gerade entbunden haben, verteilt: Neugeborenen-Kit, Kit für die Mutter, Küchen-Kit. In diesem Jahr wurden 250 Kits verteilt, was weniger ist als ursprünglich geplant, da der Preis für die Kits gestiegen ist und es logistische Schwierigkeiten gibt, die beide auf den Sicherheitskontext zurückzuführen sind.