Die jungen Gärtner von Dédougou

Die jungen Gärtner von Dédougou

  • Aktuell
  • AAB-FFL
  • Burkina Faso
  • 54.296 €

Mit Hilfe seiner Partner, „Association des Amis Burkinabés de la Fondation Follereau (AAB-FFL)“ und der „Religieux de Saint-Vincent de Paul (RSVP)“, unterstützt die Fondation Follereau Luxembourg seit 2011 das Aufnahme- und Berufsbildungszentrum der „Jeunes Jardiniers de Dédougou“. Ziel dieses Projekts ist es, Kinder aus Burkina Faso Kinder zu unterstützen, die sich unter normalen Umständen keine Ausbildung leisten können.

Das Schulbildungsniveau in Burkina Faso ist eines der niedrigsten in Afrika, wenn nicht sogar weltweit. Jedoch sind die Zukunftsaussichten junger Menschen ohne Bildung und Ausbildung jeglicher Art fatal.

Die 250 Kilometer von der Hauptstadt Ouagadougou entfernte Stadt Dédougou ist besonders von der Armut betroffen. Sie zeigt sehr niedrige Einschulungs- und Alphabetisierungsraten auf, was zu einer hohen Arbeitslosenquote führt. Das Zentrum heißt junge Menschen zwischen 12 und 19 Jahren willkommen. Den Jugendlichen wird eine Grundausbildung ermöglicht , durch die sie Lesen und Schreiben lernen. Gleichzeitig haben diese jungen Menschen die Möglichkeit, eine 3-jährige Berufsausbildung in der Schneiderei, Schreinerei oder Mechanik zu absolvieren. Nach Abschluss ihres Studiums erhält jeder von ihnen einen Werkzeugkasten, der seine Chancen erhöht, von einem Unternehmen eingestellt zu werden oder ein eigenes Unternehmen zu gründen und somit für seine Bedürfnisse aufzukommen und seine Familie zu unterstützen. Die erste Klasse von 36 Auszubildenden  schloss 2019 ihre Ausbildung erfolgreich ab und erhielt ein Starter-Set zum Einstieg in ihre berufliche Tätigkeit.

Im Laufe ihrer Ausbildung lernen diese jungen Menschen auch, Verantwortung zu übernehmen, indem sie den Garten des Zentrums pflegen und sich um die Ernte kümmern, was zum Teil zu ihrer Ernährung und finanziellen Unabhängigkeit beiträgt.

In diesem Jahr war die Komponente der einkommensschaffenden Maßnahmen (IGA) weniger erfolgreich als erwartet, da die Ernte der Gärtnerei zu 100 % verbraucht wurde, statt der geplanten 30 %. In Anbetracht dessen wurde das Thema der Entwicklung von IGAs in die Programmierung des Projekts für 2021 integriert, insbesondere durch die Entwicklung der Schafzucht. Im Anschluss daran werden andere Tierhaltungsbereiche entwickelt, um die Autonomie des Projekts zu fördern.

Was die Ausbildung von Jugendlichen betrifft, so wurden angesichts der gesundheitlichen Situation die Schulen im 1. Quartal 2020 geschlossen, um die Ausbreitung der Covid-19-Epidemie zu begrenzen. Der Unterricht konnte jedoch im 2. Quartal wieder aufgenommen werden, ohne dass es zu größeren Problemen oder Verzögerungen bei der Ausbildung der Lernenden kam.

Außerdem wurden die Grundausbildungskurse ausgesetzt, während eine neue Klasse rekrutiert wurde. So profitieren die Schüler von einer Berufsausbildung in Kombination mit Kursen in Gemüseanbau und Tierhaltung. Diese Entscheidung wurde getroffen, um das Alter und das akademische Niveau der rekrutierten Lernenden zu standardisieren.