Schutz gegen Kinderhandel im Norden Benins

Schutz gegen Kinderhandel im Norden Benins

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  • R-FFL
  • Benin
  • 65.375 €

Weltweit werden Millionen von Kindern ihrer Kindheit, ihrer Würde und ihres Potenzials beraubt, indem sie gezwungen werden, in Berufen zu arbeiten, die ihrer Gesundheit und Bildung abträglich sind.

Diese Kinder werden gezwungen, die Schule sehr früh zu verlassen, um ihre Familien zu ernähren, oder sie werden vermittelt oder sogar verkauft, und leben unter erbärmlichen Bedingungen. Der Menschenhandel war in Benin schon immer präsent. Laut UNICEF “ist die nationale Kinderarbeitsquote von 34% im Jahr 2008 auf 52,5% im Jahr 2014 gestiegen.”

Die kulturelle Praxis der Unterbringung oder des Anvertrauens von Kindern an Andere zielt darauf ab, die Auswirkungen der Armut zu lindern, indem Kinder aus armen Familien mit wohlhabenderen Familienmitgliedern zur Erziehung und Betreuung an diese vermittelt werden. Diese Form der kulturellen Praxis ist für Menschenhändler zu einer regelrechten Goldgrube geworden. Durch ihr Engagement versucht die Stiftung sicherzustellen, dass die Rechte der Kinder auf Gesundheit und Ausbildung respektiert werden. In Benin arbeitet die Stiftung mit den NGOs PIED (Programme d’Insertion des Enfants Déshérités) und APEM (Association pour la Protection de l’Enfance Malheureuse) in 16 Dörfern rund um die Gemeinden Djougou (nahe der Grenze zu Togo) und Parakou (unweit von Nigeria) gegen Kinderhandel und für das Wohl der betroffenen Kinder zusammen. Im Jahr 2019 erhielten alle Kinder neben einer Unterkunft auch medizinische und psychologische Unterstützung als auch Nahrungsmittel. Wo immer möglich, werden Anfragen zur Familienzusammenführung durchgeführt. Die Gemeinden werden sensibilisiert, damit sie sich aktiv am Schutz der Kinder beteiligen können. 

Neben diesen Aktivitäten unterstützt das Projekt auch eine schulische Komponente für die Jüngsten bzw. eine sozio-professionelle Ausbildung für die Ältesten, um ihnen bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu helfen. So wurden 310 Schulpakete verteilt, darunter 10 an Kinder, die aufgenommen wurden, damit sie dem Unterricht folgen konnten, während 68 Kinder von Lehrgängen in verschiedenen Berufen profitierten: Näherei, Frisörberuf, Weberei, Schweißerei usw. Als Kaddi Kpanou, Direktor der R-FFL, nach ihrem größten Sieg bei diesem Projekt gefragt wird, erwähnt er stolz : 

  • Mehr als 300 Kinder wurden dem Menschenhandel entzogen und in verschiedenen Berufen ausgebildet. 
  • Alle durch das Projekt geschaffenen Strukturen für Kinder werden vom Staat anerkannt und sind zu Kindergärten geworden. 
  • Die Einschulungsrate der Kinder in den Interventionsdörfern ist um 30% gestiegen, und die Erfolgsrate der unterstützten Kinder liegt bei über 80%.