Betreuung von Straßenkindern in Ségou

Betreuung von Straßenkindern in Ségou

  • Aktuell
  • AP-FFL
  • Mali
  • 87.535 €

Das Phänomen der Straßenkinder ist in vielen afrikanischen Länder präsent. Mali bleibt von diesem Problem nicht verschont. Meist befinden sich mehrere Faktoren am Ursprung dieses Phänomens: Familienarmut, mangelnde Bildung, Arbeitslosigkeit, fehlende Informationen für die Eltern usw.

Kinder in schwierigen Situationen sind mit zahlreichen Problemen konfrontiert, wie z.B. fehlendem Zugang zu Schulbildung und sozio-professioneller Integration, eingeschränktem Zugang zum Gesundheitssystem, Unterernährung und vielen Formen von Missbrauch. Die Region Ségou hat die Besonderheit, eine der am stärksten von diesem Phänomen in Mali betroffenen Regionen zu sein.

Dank der Hilfe ihres lokalen Partners, der AP-FFL, setzt sich die Stiftung seit 2012 gegen die Vernachlässigung von Strassenkindern in der Stadt Ségou ein. Die Begünstigten profitieren von dem Zentrum, das ihnen psychologische und soziale Betreuung im Hinblick auf ihre Wiedereingliederung in ihre Familien oder ihre Orientierung in ein neues Zuhause bietet. Die Teams arbeiten eng zusammen, um die Wiedereingliederung der Kinder zu erleichtern. Infolgedessen wurde eine echte Koordination aller in Ségou anwesenden Akteure eingerichtet, um die Kinder zu identifizieren und sie je nach ihrer Situation in die geeigneten Strukturen zu leiten. Dieser Aspekt des Projekts ist ein echter Gewinn für das Erreichen seines Ziels.

Insgesamt werden jedes Jahr etwa 100 Rundgänge in den Straßen zur Identifizierung von Kindern durchgeführt. Etwa die Hälfte der kontaktierten Kinder erklärt sich damit einverstanden, mit ins Aufnahmezentrum zu kommen, bis die Zusammenführung mit ihrer Familie, einem Vormund, nahen Verwandten oder einer Auffangstruktur zur Aufnahme in ein Bildungs- oder Berufsbildungssystem abgeschlossen ist. Im Jahr 2020 konnten 88% der identifizierten Kinder in ihr familiäres Umfeld zurückkehren. Das Misstrauen der Kinder gegenüber den Akteuren zum Zeitpunkt des Erstkontakts erklärt die Rate der im Zentrum aufgenommenen Kinder im Verhältnis zur Anzahl der identifizierten Kinder. Mehrere Kontaktaufnahmen sind notwendig, um Vertrauen aufzubauen. Um ihre Fortschritte verfolgen zu können, führt jeder Pädagoge ein Notizbuch, in das er die Kinder, die er während der Fahrten trifft, einträgt.