Betreuung von Straßenkindern in Bouaké

Betreuung von Straßenkindern in Bouaké

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Die Stadt Bouaké, die demografisch gesehen die zweitgrößte Stadt des Landes ist, stellt trotz der fragilen Sicherheitslage einen echten Handelsknotenpunkt dar. Trotz des Wirtschaftswachstums in den letzten Jahren bleibt das Phänomen der obdachlosen Jugendlichen jedoch bestehen.

Seit 2009 unterstützt die Fondation Follereau Luxembourg die „Maison de l’Enfance de Bouaké“ (MEB), die 1970 von den Relgieux de Saint Vincent de Paul (RSVO) gegründet wurde und Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 22 Jahren aufnimmt, die aufgrund einer problematischen Familiengeschichte auf der Straße leben oder aufgrund fehlender Urkunde nicht im System existieren.

Die MEB gewährleistet die Fürsorge sowie die sozio-professionelle und familiäre Wiedereingliederung von Jugendlichen in prekären Situationen. Dort haben die Kinder die Möglichkeit, eine Grundschulausbildung zu erhalten, um eventuell später den Wiedereinstieg in das reguläre Schulsystem zu ermöglichen. Es werden jedoch auch Bildungs- und Freizeitaktivitäten für die Kinder der MEB organisiert.

Im Jahr 2022 sollen die Kapazitäten der ErzieherInnen sowie die pädagogische, soziale, psychologische und medizinische Betreuung von 75 Kindern in der MEB verstärkt werden.

Es werden zudem Mediationssitzungen zur sozial-familiären Wiedereingliederung von Kindern sowie Sensibilisierungsaktionen für die Eltern organisiert, die sie über die Rechte der Kinder unterrichten soll.

Im Mittelpunkt steht stets die Stärkung des Bildungsteams, mit dem Ziel dass die MEB in Zukunft eigenständiger geführt werden kann.