Wer hätte gedacht, dass Engagement einmal bedeuten würde, zu Hause zu bleiben! Aber Engagement kann viele verschiedene Formen annehmen… 

Engagement ist ein großer Begriff, der im rechtlichen, politischen und auch sozialen Sinne viele verschiedene Bedeutungen hat. Was wir heute hervorheben wollen, ist das Engagement als Versprechen, aus Solidarität etwas für andere zu tun. Es gibt viele Möglichkeiten, sich zu engagieren. Es geht jedoch darum, die Form zu finden, die am besten zu uns passt: Haben wir Zeit zu geben oder nicht? Wollen wir nur Geld spenden oder wollen wir innerhalb unserer Gemeinschaft sammeln und versuchen, unseren Einfluss zu vergrößern? Wollen wir unserer Aktion und dem begünstigten Verein Sichtbarkeit verleihen? Wollen wir gleichzeitig eine Erfahrung mit anderen teilen? Wichtig ist in jedem Fall zu wissen, dass es nicht nur einen Weg gibt.

Die Technologie hat neue Möglichkeiten der Erfassung und Interaktion mit seiner Community mit sich gebracht. Bei der Stiftung besteht die Herausforderung darin, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklungen im Bereich des Fundraising und der Philanthropie zu bleiben und somit innovativ zu sein und zwischen traditionellen und neuen Vorgehensweisen zu jonglieren. Es geht auch darum zu zeigen, wie einfach es sein kann, sich durch vielfältige Möglichkeiten zu engagieren.

So gibt es zum Beispiel die Solidaritätssuchmaschine “Lilo“, die es Ihnen ermöglicht, bei der Suche im Internet so genannte “Wassertropfen” zu sammeln, die Sie dann an ein Projekt Ihrer Wahl aus der Liste der von Lilo validierten Projekte spenden können. Das Projekt, das die Stiftung für Lilo ausgewählt hat, ist das der Betreuung von Kindern in den Minen von Tougouri. Dieses Projekt, zielt darauf ab, Kinder aus Situationen der Ausbeutung und des Menschenhandels herauszuholen, indem es ihnen bessere Zukunftsperspektiven bietet. Schlussendlich erlaubt es Ihnen eine solche Solidaritätssuchmaschine, online zu recherchieren, um Spenden zu sammeln. Wenn Tausende von Menschen dies jeden Tag tun, können die Summen schnell beachtlich werden.

Dann gibt es da noch “GivenGain“, eine Plattform, die es jedem ermöglicht, ein “Fundraiser” zu werden und Geld für eine Sache zu sammeln, die ihm am Herzen liegt, indem er etwas tut, das er liebt. GivenGain kümmert sich um die gesamte technische Seite des Fundraisings, mit dem Ziel, das Spenden einfacher zu machen. Zum Beispiel laufen manche Menschen und lassen sich von ihren Freunden und ihrer Familie sponsern, um ein Projekt ihrer Wahl zu finanzieren, während andere kochen und ihre Backwaren verkaufen, oder manche einen kostenpflichtigen Origami-Kurs aus der Ferne organisieren und begeisterte Gamer ihre Spiele zugunsten einer Spendenaktion livestreamen.

Die Fondation Follereau Luxembourg organisiert ihrerseits in Zusammenarbeit mit der Gründerin der sozial engagierten Kosmetikmarke “Missbak“, Ahoua Bakayoko, einen Online-Workshop zur Herstellung von natürlicher Zahnpasta. Während dieses Workshops können die Teilnehmer dank der GivenGain-Funktion, die in den Online-Workshop integriert sein wird, live für eines unserer Bildungsprojekte in der Elfenbeinküste spenden. Ein Teil des Erlöses aus diesem Workshop wird dank des Engagements von Missbak und den Teilnehmern ebenfalls an die Stiftung gespendet. Außerdem ist der Workshop ebenfalls für die Teilnahme von Kindern geeignet und stellt somit sicherlich eine erfrischende Abwechslung zum monotonen Pandemie-Alltag dar. Stattfinden wird der Workshop an einem Samstagnachmittag. Zahnpasta ist eines der am häufigsten verwendeten Produkte in unserem täglichen Leben, aber sie kann leider auch sehr umweltbelastend und schädlich sein.

Wie Sie sehen, können Spenden viele andere Formen als herkömmliche Geldtransfers annehmen.

Ganz zu schweigen davon, dass diese neuen Formen des Engagements mit all ihren Möglichkeiten und ihrer Spontaneität für jeden frei zugänglich sind. Ein Unternehmen kann sich zum Beispiel dafür entscheiden, seine Mitarbeiter zu engagieren, indem es anbietet, eine Herausforderung zu organisieren; Einzelpersonen können sich an den Verband ihrer Wahl wenden und ihre Idee einreichen. Jeden Tag werden Kinder und Jugendliche auch durch ihre Schule oder ihr Dorf motiviert. Schlussendlich heißt es wer will, der kann! Wer ist der Nächste?

Lara Beauguerlange, mecenat@ffl.lu

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